ST. MICHAEL
IM KAMPE
Lutherisch in Hiddesen

ST. MICHAEL
IM KAMPE

Lutherisch in Hiddesen

Die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe ist kraft Gesetzes anerkannter Träger der freien Jugendhilfe (§ 75 Abs. 3 SGB VIII).
In dieser Eigenschaft sieht sich die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe in der besonderen Pflicht, in ihrer Arbeit darauf zu achten, dass die berechtigten Erwartungen der Kinder und Jugendlichen und ihrer Erziehungsberechtigten gewahrt werden, dass das Wohl der Kinder und Jugendlichen gefördert wird und nicht durch Verhaltensweisen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gefährdet wird, die diesem Ziel widersprechen.
Die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe sieht sich aber auch ohne gesetzliche Vorschriften, Auflagen und Verträge in dieser Pflicht, denn die Jugendarbeit wird in der Verantwortung vor Gott, vor der Gesellschaft und vor den ihr anvertrauten Menschen geleistet.

Die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe leistet ihre Jugendarbeit, unter anderem durch Kindergottesdienst, Kinder- und Jugendchöre, Konfirmandenunterricht und andere Formen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Gemeindeleben und der religiösen Unterweisung ohne Zuschüsse der staatlichen Träger der Jugendhilfe allein aufgrund der Finazkraft, die die Mitglieder der Kirche zur Verfügung stellen.

Die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe verpflichtet sich, die Qualifizierung seiner ehren-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit sicher zu stellen.

Die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe sieht sich verpflichtet, keine ehren- oder nebenamtlichen Personen, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174 c, 176 bis 180 a, 181 a, 182 bis 184 f, 225, 232 bis 233 a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuchs (StGB) verurteilt worden sind, unter den nachfolgend beschriebenen Tätigkeits- und Aufgabenbereichen einzusetzen bzw. zu beschäftigen.

Um diese Voraussetzungen sicher zu stellen, verlangt die Kirchengemeinde St. Michael im Kampe von Personen, die im Rahmen der Jugendarbeit ehrenamtlich, haupt- oder nebenamtlich tätig werden, vor Beginn ihrer Tätigkeit ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 i. V. m. § 30 a BZRG zur Einsicht vorzulegen, wenn die Aufgabe, gemessen nach deren Art, Intensität und Dauer Leitungs- und Betreuungstätigkeit bei Angeboten für Minderjährige oder bei Freizeiten und bei Angeboten mit Übernachtung für Minderjährige oder Tätigkeiten enthält, die ein besonderes Vertrauensverhältnis begünstigen. Das Führungszeugnis darf zum Zeitpunkt der Vorlage nicht älter als 3 Monate sein und muss spätestens nach Ablauf von 5 Jahren erneut eingefordert werden.

Wenn im Falle eines spontanen ehrenamtlichen Engagements die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach § 30 Abs. 5 i. V. m. § 30 a BZRG nicht rechtzeitig vor Aufnahme der Tätigkeit möglich ist, so ist vor Beginn der Tätigkeit eine Selbstverpflichtungserklärung abzugeben, nach der eine Verurteilung nicht besteht, die diese Tätigkeit ausschließt und die Vorlage des Führungszeugnisses binnen drei Monaten nachgeholt wird.

Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Michael hat aus seiner Mitte ein Mitglied beauftragt, die Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis durchzuführen und zu dokumentieren. Dabei ist das Datum der Einsichtnahme, Datum, Aktenzeichen und ausstellende Behörde und der Umstand zu dokumentieren, ob vorgenannte Verurteilungen verzeichnet sind. Die Daten sind vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen und binnen 3 Monaten zu löschen, wenn die Tätigkeit nicht aufgenommen oder dauerhaft nicht mehr wahrgenommen wird.
Im Falle von Vorkommnissen, die eine Tätigkeit oder die Hilfestellung von staatlichen Behörden erfordert, wird die Kirchengemeinde St, Michael im Kampe die zuständigen Behörden vertrauensvoll zusammenarbeiten. Dabei ist insbesondere der Schutz der Minderjährigen die zentrale Aufgabe.
Das Beichtgeheimnis bleibt jedoch unberührt.